8 Feb 2010, 12:44am
Digital/-kunst
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Makrofotografie: Das M42-Balgengerät

… funktioniert nach den selben optischen Prinzipien wie die Makrofotografie mit Zwischenringen, erleichtert jedoch die Wahl der stimmigsten Abbildungsgröße. – So sieht ein Balgengerät aus, an welchem bereits ein Objektiv von 135mm Brennweite befestigt worden ist:

Ein M42-Balgengerät, hergestellt von Pentacon.

Die silberne Einstellschraube löst das kameraseitige M42-Gewinde, und die schwarze Schraube fixiert den eigentlichen Balgen auf der Doppelschiene. Mehr oder weniger unterhalb der Schrauben befinden sich (auf dem Foto nicht abgebildete) Gewinde für den Stativ(kugel)kopf.

M42-Objektive sollten manuell abblendbar sein, weil sonst der Schärfebereich viel zu klein wäre. Bereits leichtere Teleobjektive (wie das obige) benötigen einen zusätzlichem Zwischenring, weil sie zu fett sind, um vorn an den Balgen zu passen.

Immer, wenn das Balgengerät nicht an der Kamera befestigt ist, verschließe ich das ‘Loch’ mit dem passenden Objektivrückdeckel, um das Balgeninnere vor Staub zu schützen. Denn die Staubteilchen schweben wahrscheinlich sonst später bei jeder Balgenjustierung durchs Innere und bleiben schlimmstenfalls auf dem Bildsensor liegen.

Ein M42-Balgengerät und Zubehör.

Hier liegt ein kleines Stativ mit Kugelgelenkkopf samt Adapterschraube für ‘zeitgemäße’ Gewinde, Pentacon-Teleobjektiv (135mm), Pentacon-Objektiv (50mm) mit halb geschlossener Blende, ein Zwischenring, und natürlich das Balgengerät samt Kombination aus Teleobjektiv und Zwischenring.

12 Jan 2010, 11:40pm
Linkssammlung
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Die 26C3-Vorträge über Fotografie

… waren diese drei:

(ID3551) Axel Schmidt:
»Das Recht am eigenen Bild und das Ende der “Street Photography”«

Die fotografische Dokumentation des Alltagslebens ist mittlerweile so gut wie unmöglich geworden. Die Gesetzeslage erzeugt ihr eigenes Fotosujet. Personen werden nur noch in größeren Gruppen, oder von hinten abgebildet. Beschwert sich ein Abgebildeter wird das Foto sofort und ohne Diskussion aus dem Bildarchiv gelöscht[.]

(ID3579) Audrey:
»Photography and the Art of Doing it Wrong«

In this talk, I will discuss the concept of fluency as it relates to photography, and how confidence in the medium is a direct result of doing it all wrong. Broken and inadequate equipment drives quick adaptation, because it has to work (in some definition of work) immediately. What are the absolute essentials of getting this photograph, right now? Right now is all there is.

(ID3713) Christoph Faulhaber:
»UNBILD – Pictures and Non-Pictures«

„Der Ausgangspunkt für Mister Security ist die Frage, ob es verboten ist, die amerikanische Botschaft zu fotografieren.“ Verkleidet als Angestellter einer Sicherheitsfirma observierte Faulhaber mit seinem Künstlerkollegen Lukasz Chobrok verschiedene Botschaften und gab auf Nachfrage an, den öffentlichen Raum zu überwachen, um die Sicherheit zu erhöhen. Tatsächlich führte die erhöhte Sicherheit zu großen Verunsicherungen.

Aber auch etliche andere 26C3-Vorträge sind hörens- und teilweise auch sehenswert.

Objektivtuning: Zenit Helios-44M-6 58mm/2.0

Ausgangssituation: Die Blende dieses M42-Objektivs wird eigentlich nur automatisch (sprich: kameraseitig) ausgelöst. Das bedeutet, man stellt die gewünschte Blende ein, doch sie schließt erst dann (und nur für Sekundenbruchteile), sobald der Auslöser betätigt wird. Dann nämlich drückt ein Hebel in der analogen KleinbildKamera blitzschnell den kraftübertragenden Stift ein, welcher wiederum im Objektiv Federchen spannt und Hebel in Bewegung setzt, damit die Irisblende zuschnappt.

Das Problem an reinen Automatikobjektiven wie dem Zenit Helios-44M ist nun aber, dass dieser die Quasi-Kettenreaktion auslösende Hebel in jene digitale Spiegelreflexkamera nicht verbaut wurde, an welche ich das Objektiv mittels eines M42-Objektivadapters befestigt habe. Darum bietet das Objektiv an sich nur eine Festbrennweite (von 58mm*1.6) mit fester Offenblende von 2.0.

Ich löste dieses Problem, indem ich das Objektiv aufschraubte und einen winzigen Wattestäbchen-Verschnitt so auf den Stift steckte, dass dieser den darunterliegenden Hebel nun, sobald (und solange) das Objektiv wieder ordnungsgemäß verschraubt ist, dauerhaft gespannt hält.

Jetzt endlich deckt das Objektiv auch an der DSLR mit einfachem M42-Adapterring den Wertebereich von 2.0 bis 16 ab und ist an sonnigen Tagen nicht länger nutzlos.

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Hier noch mal der Umbau in Skizzenform:
So zwingt man dem Zenit Helios-44M eine manuell verstellbare Blende auf.