17 Aug 2010, 10:22am
Digital/-kunst
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Digitale Schwarzweißfotografie mit UFRaw

Du öffnest die RAW-Datei, welche beispielsweise die Endung *.CR2 habt, mit dem Bildbearbeitungsprogramm UFRaw. (Falls du zuvor bereits ein Bild mit UFRaw bearbeitet und abgespeichert bzw. an GIMP übertragen hast, hat es sich die alten Einstellungen gemerkt.)

UFRaw, frisch gestartet

Das Vorschaubild nimmt den Großteil der bildschirmfüllenden Programmoberfläche ein, die relevanten Regler und Knöpfe befinden sich im mit Symbolen markierten Menü mittig-links unter dem Regler für die allgemeine Bildhelligkeit.

RAW-Dateien enthalten, auch wenn du in der Kamera den s/w-Modus eingestellt hattest, immer alle Farbinformationen. Deshalb lohnt sich der Weißabgleich; also das Reglerverschieben, bis die Farben stimmig sind.

UFRaw: Weißabgleich

Als Nächstes springst du ins Menü Beschneiden und Rotieren und tust beides, um überflüssige Bildinformationen frühzeitig loszuwerden. Das Seitenverhältnis-Untermenü (‘aspect ratio’) erleichtert dir das Beschneiden auf gängige Formate. Falls du die hier getroffene Auswahl ändern willst, ist das kein Problem; tatsächlich beschnitten wird das Foto während des Speichervorgangs.

UFRaw: Bildformat

Spätestens ab jetzt dürfen die persönlichen Vorlieben mit dir durchgehen, denn die Reihenfolge der nachfolgenden Arbeitsschritte ist – bis auf’s abschließende Speichern – vollkommen egal. Ausprobieren bildet.

Im Graustufen-Menü modelliere ich mit dem Kanalmixer die zum Motiv passende Farbfilterwirkung.

UFRaw: Graustufen

Als Nächstes verstärke ich den Kontrast durch das Optimieren der Helligkeit, sowie das Stauchen von Basis- und Leuchtkraft-Kurve.

UFRaw: mehr Leuchtkraft

Nun noch einmal Farbkorrektur, zusätzlich zum Einpegeln von Gammawert und Linearität.

UFRaw: Gammawert und Linearität

Wenn der letzte Regler verschoben ist, reiche ich das Zwischenergebnis an GIMP weiter, wo ich es meist nur noch mit einem Highpassfilter-Plugin nachschärfe und als neue Datei speichere.

UFRaw: Send in the Pixels

8 Feb 2010, 12:44am
Digital/-kunst
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Makrofotografie: Das M42-Balgengerät

… funktioniert nach den selben optischen Prinzipien wie die Makrofotografie mit Zwischenringen, erleichtert jedoch die Wahl der stimmigsten Abbildungsgröße. – So sieht ein Balgengerät aus, an welchem bereits ein Objektiv von 135mm Brennweite befestigt worden ist:

Ein M42-Balgengerät, hergestellt von Pentacon.

Die silberne Einstellschraube löst das kameraseitige M42-Gewinde, und die schwarze Schraube fixiert den eigentlichen Balgen auf der Doppelschiene. Mehr oder weniger unterhalb der Schrauben befinden sich (auf dem Foto nicht abgebildete) Gewinde für den Stativ(kugel)kopf.

M42-Objektive sollten manuell abblendbar sein, weil sonst der Schärfebereich viel zu klein wäre. Bereits leichtere Teleobjektive (wie das obige) benötigen einen zusätzlichem Zwischenring, weil sie zu fett sind, um vorn an den Balgen zu passen.

Immer, wenn das Balgengerät nicht an der Kamera befestigt ist, verschließe ich das ‘Loch’ mit dem passenden Objektivrückdeckel, um das Balgeninnere vor Staub zu schützen. Denn die Staubteilchen schweben wahrscheinlich sonst später bei jeder Balgenjustierung durchs Innere und bleiben schlimmstenfalls auf dem Bildsensor liegen.

Ein M42-Balgengerät und Zubehör.

Hier liegt ein kleines Stativ mit Kugelgelenkkopf samt Adapterschraube für ‘zeitgemäße’ Gewinde, Pentacon-Teleobjektiv (135mm), Pentacon-Objektiv (50mm) mit halb geschlossener Blende, ein Zwischenring, und natürlich das Balgengerät samt Kombination aus Teleobjektiv und Zwischenring.

12 Jan 2010, 11:40pm
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Die 26C3-Vorträge über Fotografie

… waren diese drei:

(ID3551) Axel Schmidt:
»Das Recht am eigenen Bild und das Ende der “Street Photography”«

Die fotografische Dokumentation des Alltagslebens ist mittlerweile so gut wie unmöglich geworden. Die Gesetzeslage erzeugt ihr eigenes Fotosujet. Personen werden nur noch in größeren Gruppen, oder von hinten abgebildet. Beschwert sich ein Abgebildeter wird das Foto sofort und ohne Diskussion aus dem Bildarchiv gelöscht[.]

(ID3579) Audrey:
»Photography and the Art of Doing it Wrong«

In this talk, I will discuss the concept of fluency as it relates to photography, and how confidence in the medium is a direct result of doing it all wrong. Broken and inadequate equipment drives quick adaptation, because it has to work (in some definition of work) immediately. What are the absolute essentials of getting this photograph, right now? Right now is all there is.

(ID3713) Christoph Faulhaber:
»UNBILD – Pictures and Non-Pictures«

„Der Ausgangspunkt für Mister Security ist die Frage, ob es verboten ist, die amerikanische Botschaft zu fotografieren.“ Verkleidet als Angestellter einer Sicherheitsfirma observierte Faulhaber mit seinem Künstlerkollegen Lukasz Chobrok verschiedene Botschaften und gab auf Nachfrage an, den öffentlichen Raum zu überwachen, um die Sicherheit zu erhöhen. Tatsächlich führte die erhöhte Sicherheit zu großen Verunsicherungen.

Aber auch etliche andere 26C3-Vorträge sind hörens- und manchmal sogar sehenswert.