Qtpfsgui: DRI-Fotos farboptimieren mit Bildebenen
Ist das unaussprechliche Programm Qtpfsgui mit dem Tonemapping nach Mantiuk fertig, wirkt das Ergebnis wie der Screenshot aus einem dieser neumodischen, unspaßigen First-Person-Shooter. Nicht wirklich hässlich, aber auch nicht schön.

Du denkst deshalb jetzt sicherlich: Meh. Was ist denn überhaupt so toll an aufgebohrten Kontrastumfängen?
Doch halt! Nicht kopfschüttelnd abwenden von der Zukunft Gegenwart der Bildbearbeitung! Hilfe naht in Form der Originaldatei. Genauer gesagt in Form einer aus der RAW generierten Bilddatei, mit der GIMP etwas anfangen kann.
(Falls keine RAW-Datei existiert, sondern ein Stapel unterschiedlich belichteter Aufnahmen, dann wähle die mit der mittelwertigsten Helligkeit aus.)
So ein Originalbild macht zwar auch nicht viel her, bringt jedoch die natürlichen Farbwerte mit.

Du öffnest zuerst die getonemappte Datei in GIMP und ziehst das originalfarbene Foto hinterher. Dieses kommt dadurch als neue Ebene hinzu. Beide Bilder haben die gleichen Ausmaße, solange du nicht beim Tonemappen etwas anderes als die Originalgröße vorgegeben hattest.
Du kannst überprüfen, ob die Bilder deckungsgleich sind, indem du die Deckkraft der oberen Ebene verkleinerst. Und zwar auf etwas über 75 Prozent, denn dieser Schritt ist jetzt sowieso dran.
Ist er getan, stellst du den Ebenenmodus des überlagernden Originalfotos von "Normal" auf "Farbe / Color" und unterziehst dieses Bild außerdem der sofortigen Nachbehandlung mit Gauss’scher Unschärfe. Letzteres deshalb, weil sich sonst einzelne Bildbestandteile unschön bemerkbar machen könnten.

(Gefällt dir nicht, was du siehst, so springe mit STRG+Z einige Arbeitsschritte zurück, nutze für die Ebenen-Überlagerung den Modus overlay und teste auch, ob das Vertauschen der Ebenenreihenfolge das Ergebnis verbessert.)
Nun bist du im Besitz eines (ungespeicherten!) Bildes mit doch recht lebensnahen Farben.

Wenn dir die Farben nicht knallig genug sind, kannst du abschließend noch die Farbsättigung des Originalbildes erhöhen und die tonemappte Ebene unscharf maskieren.

Ist dies vollbracht, steht dem Speichern der erfolgreich farbrestaurierten Bilddatei unter einem schlagkräftigen Dateinamen eigentlich nichts im Wege.
[...] mir weiterhin auffiel, als ich diesen unerwarteten Rahmen nach einer schnellen Farboptimierung per GIMP wegschneiden wollte: Auch die relativen Seitenlängen stimmen nicht überein. Eine RAW-Datei ist [...]