26 Nov 2008, 11:59pm
Fotografie
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Objektiv-Umkehrring: Kennlernphase

Vor einiger Zeit sind zwei Metallringe eingetrudelt, mit denen ich gedenke, mehr aus meiner EOS 350D herauszuholen. Sie verstaubt mir sonst noch völlig, denn draußen fotografiere ich derzeit mit einer Canon-Digitalknippskiste vom Modell A640.

Wie dem auch sei, jedenfalls ist einer der beiden Ringe ein sogenannter Umkehrring; ein Adapter, mit dessen Hilfe ich das normale 18-55mm-Kit-Objektiv umgedreht auf den Fotoapparat schrauben kann, um es so als Makroobjektiv verwenden zu können.

[Der zweite Ring ist ein Adapter für M42-Objektive und ein Thema für sich.]

Das klappt einwandfrei, macht aber manuelles Scharfstellen nötig. Und das wiederum ist kniffliger als ich dachte, da mein Stativ nicht gerade das stabilste ist und jeder Tastendruck winzige Erschütterungen erzeugt, die sich bei maximaler Vergrößerung unschön bemerkbar machen.

Der Schärfebereich des umgedrehten Objektives ist lächerlich gering und verkompliziert die richtige Ausleuchtung und Positionierung der zu fotografierenden Dinge. Bisher bin ich zwar noch nicht über einige dutzend Testaufnahmen herausgekommen, weiß aber, dass ich um weitere Ausgaben wohl nicht herumkomme.

Das nach kurzem Überlegen gekaufte, per USB mit Strom versorgte, LED-Leselicht ist ein Anfang. Endlich keine Langzeitbelichtungen mehr. Doch das Lämpchen ist keine Antwort auf die wichtigere Frage: Wie bekomme ich Fotos hin, bei denen die richtigen Bildteile scharf abgebildet sind?

Die beiden Antworten auf jene Frage lauten:

Zum einen muss ein Selbst-/Fernauslöser her. Im Idealfall eigenhändig gelötet, damit ich neue Fähigkeiten erlerne. [Den habe ich inzwischen bei der Hand.]

Des weiteren benötige ich eine Mikroskopier-Unterlage, deren Abstand zur Kamera ich feinjustieren kann.

Alle bisher angedachten ‘Abstandhalter’-Varianten sind ungeschlacht, umständlich oder albern. Zum Beispiel die mit dem aus losen Blättern bestehenden Notizblock als Unterlage: Je höher das zu fotografierende Objekt ist, desto mehr Zettel entnehme ich dem Block. Und dann war da noch die Idee, Dinge auf einem Matchboxauto o.ä. vor’s Objektiv zu rollen, während der kamerainterne Selbstauslöser-Countdown herunterzählt.

Nun ja, jedenfalls kann es noch dauern, bis ich da einen Fuß in die Tür bekomme. In der Zwischenzeit sind nämlich einige M42-Objektive eingetroffen, mit denen ich mich in nächster Zeit anfreunden und von dieser Freundschaft ich berichten werde.

Eines kann ich jetzt schon verraten: Scharfstellen ist auch bei denen nicht so einfach, wie ich dachte.

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