GIMP und GAP und Gif-Endlosschleifen
Wieder etwas zum Dazulernen: Es ist eine Sache weniger Minuten, mit dem GIMP Animation Package (GAP) Gif-Animationen zu erstellen, die scheinbar niemals enden.
Es gibt zwei Sorten solcher Endlosschleifen. Die normale ist ein Filmschnippsel, dessen Beginn und Ende ohne Zutun ineinander übergeht. Und es gibt Schleifen, bei denen der Filmschnippsel scheinbar pausenlos vor- und zurückgespult wird.

Ich erkläre dir beide Sorten, wenngleich es mir hauptsächlich darum ging, aufzuzeigen, wie du diesen Pingpong-Effekt (Schritt 4 und 5 des Tutorials) erzeugen kannst, ohne dass dabei unnötig Arbeitszeit fürs Kopieren und Verschieben von Bildebenen draufgeht.
Eingesetzte Software
- Betriebssystem: Ubuntu 8.10
- GIMP (2.6.2) und das GIMP Animation Package (GAP)
- MPlayer
Arbeitsschritte
- Du aktivierst den Menüpunkt Video-> Split Video into Frames -> MPlayer based extraction.
- Dort wählst du den zu animierenden Filmschnippsel durch die Angabe der Quelldatei, des Startpunktes und der Anzahl der Einzelbilder (Frames) aus. Die benötigten Zahlen sind dir ungefähr bekannt, weil du sie vorher recherchiert hast. Abschließend maximierst du die zu speichernde Bildqualität (100), deaktivierst die Auswahl »MPlayer 1.0pre5« ab, und startest mit einem Mausklick auf Okay den Vorgang.
- Unter Video->Playback checkst du, ob du die richtige Stelle erwischt hast. Wenn nötig, löschst du die überschüssigen Frames oder fängst ganz von vorne an.
- Du legst unter Video->Duplicate Frames ein, welche Frameanzahl dupliziert werden soll. Du willst eine makellose Endlosschleife erstellen, darum wählst du nicht alle Bilder von [1] bis [n] aus, sondern nur die Frames [2] bis [n-1]. Andernfalls würde die Schleife am Anfang oder Ende der Laufzeit ‘hängen’, da sich die aufeinanderfolgenden Frames gleichen.
- Die Schieberegler unter Video->Frame Sequence Reverse stellst du so ein, dass nur die zuletzt angehangenen Bilder in umgekehrter Reihenfolge abgespielt werden. Ein Beispiel: Wenn der originale Filmausschnitt 15 Frames gemessen hat, so sind es jetzt 28; schließlich ‘fehlen’ zwei Bilder. Markiere also die Frames 16 bis 28 und bestätige deine Wahl.
- Überprüfe mit dem Video->Playback, ob die Bilderreihe deinen Qualitätsansprüchen genügt. Falls nicht, siehe oben. Ansonsten übertrage sie per Video->Playback ins ursprüngliche GIMP. Das dauert ein Weilchen.
- Nun kannst du die einzelnen Frames (welche nun Bildebenen sind) nachbearbeiten, ihre Farben verstärken, 16:9-Ränder hinzufügen oder was auch immer. Fürs Internet optimierst du alle Bilder auf einen Stteich, indem du mit Image->Mode->Indexed die in der späteren Gif-Animation benutzte Farbanzahl einstellst.
- Speichere den Bilderstapel als Bewegtbild. Du legst die Dateiendung .gif fest, stellst ein, dass es als Animation gespeichert werden soll. Alsbald eine Endlosschleife auf der Festplatte liegen.
Was mir auffiel
- Vor jeder Einzelbild-Extraktion musst du die Frames löschen, welche GAP erstellt hat, sonst regieren bald Chaos und Speicherplatzknappheit. Die Bilder befinden sich, so du es nicht geändert hast, fein säuberlich nummeriert in deinem Heimordner.
- Zumindest mir war das Duplizieren von Bildreihen unmöglich, wenn die MPlayer based extraction die Frames als JPEG-Einzelbilder und nicht insgesamt als XCF-Projekt erzeugt hatte. Ein typischer ID10T-Fehler?
Zwei Screenshots

MPlayer based extraction

Duplicate Frames
by Harald Rau
Da muss ich passen. Vor allem, da ich nicht weiß, wie die Fehlermeldung lautet; aber auch, weil GAP neuerdings (auch) auf meinem Rechner herumspinnt und ich komplett auf FFmpeg umgestiegen bin.
Hallo,
ich möchte gern ein mpeg-Video mit den gleichen Werkzeugen machen. Ich bekomme aber eine Fehlermeldung beim Erstellen des Videos (Video/Kodieren/Mpeg1). Woran kann das liegen?
Gruß Harald!