Digitale Schwarzweißfotografie mit UFRaw
Du öffnest die RAW-Datei, welche beispielsweise die Endung *.CR2 habt, mit dem Bildbearbeitungsprogramm UFRaw. (Falls du zuvor bereits ein Bild mit UFRaw bearbeitet und abgespeichert bzw. an GIMP übertragen hast, hat es sich die alten Einstellungen gemerkt.)

Das Vorschaubild nimmt den Großteil der bildschirmfüllenden Programmoberfläche ein, die relevanten Regler und Knöpfe befinden sich im mit Symbolen markierten Menü mittig-links unter dem Regler für die allgemeine Bildhelligkeit.
RAW-Dateien enthalten, auch wenn du in der Kamera den s/w-Modus eingestellt hattest, immer alle Farbinformationen. Deshalb lohnt sich der Weißabgleich; also das Reglerverschieben, bis die Farben stimmig sind.

Als Nächstes springst du ins Menü Beschneiden und Rotieren und tust beides, um überflüssige Bildinformationen frühzeitig loszuwerden. Das Seitenverhältnis-Untermenü (‘aspect ratio’) erleichtert dir das Beschneiden auf gängige Formate. Falls du die hier getroffene Auswahl ändern willst, ist das kein Problem; tatsächlich beschnitten wird das Foto während des Speichervorgangs.

Spätestens ab jetzt dürfen die persönlichen Vorlieben mit dir durchgehen, denn die Reihenfolge der nachfolgenden Arbeitsschritte ist – bis auf’s abschließende Speichern – vollkommen egal. Ausprobieren bildet.
Im Graustufen-Menü modelliere ich mit dem Kanalmixer die zum Motiv passende Farbfilterwirkung.

Als Nächstes verstärke ich den Kontrast durch das Optimieren der Helligkeit, sowie das Stauchen von Basis- und Leuchtkraft-Kurve.

Nun noch einmal Farbkorrektur, zusätzlich zum Einpegeln von Gammawert und Linearität.

Wenn der letzte Regler verschoben ist, reiche ich das Zwischenergebnis an GIMP weiter, wo ich es meist nur noch mit einem Highpassfilter-Plugin nachschärfe und als neue Datei speichere.
