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ImageMagick: Gif-Animationen erstellen mit convert

Diese auf Ubuntu zugeschnittene Anleitung habe ich so ähnlich für gifluv.soup.io geschrieben. Dort wurde dann zwar angemerkt, dass dieser Workflow etwas umständlich ist, aber ich mag ihn, weil er funktioniert:

  • Film mit Vlc öffnen und den relevanten Ausschnitt während des Anschauens aufnehmen. Das spart Zeit und Frames bei längeren Dateien.
  • Nautilus: Aufnahme in günstigen Ordner ziehen (z.B. /videocaptures).
  • Terminal: → cd /home/yourcomputer/Desktop/videocaptures
    // Wechsel in den Ordner mit dem Filmschnippsel.
  • Terminal: → ffmpeg -i vlc*.mp4 -t 40 -ss 00:00:00 -s 320x240px -sameq image-%4d.jpg
    // Auslesen der Einzelbilder z.B. der ersten vierzig Sekunden mit durchgängiger Nummerierung. (Auf die Bildmaße achten!)
  • Nautilus: Im Ordner /videocaptures die ungewollten Frames löschen.
  • Terminal: → convert -delay 4 -loop 0 -layers OptimizeFrame -colors 51 image*.jpg filename.gif
    // Gif-Erzeugung (farboptimierte Endlosschleife) mit vorgegebener Farbanzahl.
  • Nautilus: Die *.gif anklicken, welche nun von Eye of GNOME geöffnet wird. Wenn Qualität und Dateigröße überzeugen, den Ordner bis auf die Gif-Animation leeren. Ansonsten beim nächsten Durchlauf störende Bilder löschen und einzelne convert-Optionen justieren.

Digitale Schwarzweißfotografie mit UFRaw

Du öffnest die RAW-Datei, welche beispielsweise die Endung *.CR2 habt, mit dem Bildbearbeitungsprogramm UFRaw. (Falls du zuvor bereits ein Bild mit UFRaw bearbeitet und abgespeichert bzw. an GIMP übertragen hast, hat es sich die alten Einstellungen gemerkt.)

UFRaw, frisch gestartet

Das Vorschaubild nimmt den Großteil der bildschirmfüllenden Programmoberfläche ein, die relevanten Regler und Knöpfe befinden sich im mit Symbolen markierten Menü mittig-links unter dem Regler für die allgemeine Bildhelligkeit.

RAW-Dateien enthalten, auch wenn du in der Kamera den s/w-Modus eingestellt hattest, immer alle Farbinformationen. Deshalb lohnt sich der Weißabgleich; also das Reglerverschieben, bis die Farben stimmig sind.

UFRaw: Weißabgleich

Als Nächstes springst du ins Menü Beschneiden und Rotieren und tust beides, um überflüssige Bildinformationen frühzeitig loszuwerden. Das Seitenverhältnis-Untermenü (‘aspect ratio’) erleichtert dir das Beschneiden auf gängige Formate. Falls du die hier getroffene Auswahl ändern willst, ist das kein Problem; tatsächlich beschnitten wird das Foto während des Speichervorgangs.

UFRaw: Bildformat

Spätestens ab jetzt dürfen die persönlichen Vorlieben mit dir durchgehen, denn die Reihenfolge der nachfolgenden Arbeitsschritte ist – bis auf’s abschließende Speichern – vollkommen egal. Ausprobieren bildet.

Im Graustufen-Menü modelliere ich mit dem Kanalmixer die zum Motiv passende Farbfilterwirkung.

UFRaw: Graustufen

Als Nächstes verstärke ich den Kontrast durch das Optimieren der Helligkeit, sowie das Stauchen von Basis- und Leuchtkraft-Kurve.

UFRaw: mehr Leuchtkraft

Nun noch einmal Farbkorrektur, zusätzlich zum Einpegeln von Gammawert und Linearität.

UFRaw: Gammawert und Linearität

Wenn der letzte Regler verschoben ist, reiche ich das Zwischenergebnis an GIMP weiter, wo ich es meist nur noch mit einem Highpassfilter-Plugin nachschärfe und als neue Datei speichere.

UFRaw: Send in the Pixels

Zeit sparen beim Negative einscannen

Bei meinem Flachbettscanner namens Epson Perfection V300 Photo werden Filmstreifen in eine plastene Halterung eingeklemmt, welche länger ist als die vom Filmlabor zugeschnittenen Negative. Deshalb habe ich eine kleine Markierung auf das Plasteding geklebt, an welcher ich die zu scannenden Streifen ausrichte. Nun braucht’s in der Scansoftware nur noch einen Vorschauscan mit Auswahlmarkierung je Massenabfertigung.

(Der Arbeitsschritt zwischen Klemmen und Scannen ist übrigens das Wegpusten von an den Negativen haftenden Staubteilchen mit einer birnenförmigen Klistierspritze, die ich auch zum Entstauben der Kameras benutze.)

Ich scanne alle offensichtlich brauchbaren Streifen in voller Länge ein und entscheide erst anschließend, welche Einzelbilder einer Bildbearbeitung würdig sind. Und um keine Zeit zu verlieren, beginne ich, noch während der Scanner weitere Streifen scannt, mit der Auswahl und Nachbearbeitung bereits vorliegender Bilddateien.

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PS: Wie ich den V300 unter Ubuntu zum Laufen bekam? Ich habe diese Ratschläge befolgt und irgendwann war das zumindest an einem Rechner erfolgreich.

PPS: All diese Ratschläge gelten natürlich nur für Menschen, die mehr Geduld/Zeit als Geld haben. Es ist nämlich durchaus zeitsparender für einen selbst, das Digitalisieren und Nachbearbeiten der Bilder outzusourcen, bzw. gleich auf die Nutzung von ‘echtem Film’ zu verzichten und nur (noch) digital zu fotografieren.