3 Aug 2009, 9:33am
Digital/-kunst
unkommentiert

Zeit sparen beim Negative einscannen

Bei meinem Flachbettscanner namens Epson Perfection V300 Photo werden Filmstreifen in eine plastene Halterung eingeklemmt, welche länger ist als die vom Filmlabor zugeschnittenen Negative. Deshalb habe ich eine kleine Markierung auf das Plasteding geklebt, an welcher ich die zu scannenden Streifen ausrichte. Nun braucht’s in der Scansoftware nur noch einen Vorschauscan mit Auswahlmarkierung je Massenabfertigung.

(Der Arbeitsschritt zwischen Klemmen und Scannen ist übrigens das Wegpusten von an den Negativen haftenden Staubteilchen mit einer birnenförmigen Klistierspritze, die ich auch zum Entstauben der Kameras benutze.)

Ich scanne alle offensichtlich brauchbaren Streifen in voller Länge ein und entscheide erst anschließend, welche Einzelbilder einer Bildbearbeitung würdig sind. Und um keine Zeit zu verlieren, beginne ich, noch während der Scanner weitere Streifen scannt, mit der Auswahl und Nachbearbeitung bereits vorliegender Bilddateien.

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PS: Wie ich den V300 unter Ubuntu zum Laufen bekam? Ich habe diese Ratschläge befolgt und irgendwann war das zumindest an einem Rechner erfolgreich.

PPS: All diese Ratschläge gelten natürlich nur für Menschen, die mehr Geduld/Zeit als Geld haben. Es ist nämlich durchaus zeitsparender für einen selbst, das Digitalisieren und Nachbearbeiten der Bilder outzusourcen, bzw. gleich auf die Nutzung von ‘echtem Film’ zu verzichten und nur (noch) digital zu fotografieren.

Downgrade einer Agfa-Box zur Camera obscura

Um den Schwierigkeitsgrad dieser kurzen Anleitung zu erhöhen, besteht ihre Besonderheit darin, dass eine Digitalkamera das in der Camera obscura entstehende Bild aufzeichnen wird.

Deshalb benötigst du zusätzlich zu Boxkamera, Pergamentpapier, Schere, Klebeband und dunklem Stoff auch ein stabiles Lineal und eine Digitalkamera samt Stativ

So wird’s gemacht

Du schneidest einen sechs Zentimeter breiten Streifen Pergamentpapier ab, der so lang sein muss, dass du ihn straff ans Innenteil der Agfa-Box kleben kannst, nachdem du ihn durch die Filmführung gefädelt hast.

Bist du auch diesen Arbeitsschritt gegangen, ist die Camera obscura bereits prinzipiell fertig und eine kopfstehende Projektion sichtbar. (Falls nicht, dann ist das Papier zu dick oder das Umgebungslicht zu hell.)

Für die ersten Testbilder reicht es, die Camera obscura mit Zielrichtung Zimmerfenster auf den Schreibtisch zu legen. Außeneinsätze hingegen verlangen nach einem zweiten Stativ und fester Verschraubung.

Nun ja, jedenfalls kommt nun die Digitalkamera ins Spiel: Du schraubst sie auf ihr Stativ und stellst beides so hin, dass die Kamera das Pergamentpapier bildfüllend im Blick hat.

Als nächstes legst du das tragfähige Lineal als Brücke zwischen Boxteil und Digitalkamera und hängst den dunklen Stoff darüber; logischerweise so, dass er weder vorn die Linse noch hinten den Sucher/Bildschirm bedeckt.

Der Stoff hindert das Umgebungslicht daran, das Pergamentpapier von der falschen Seite aufzuhellen und ermöglicht so die nötige lange Belichtungszeit.

Fertig ist die Kombination aus Uralt-Optik und moderner Technik. Viel Spaß beim Fotografieren.

Bildanhang

Das Innenteil einer AGFA-Box
…, welches normalerweise mit Rollfilm Typ 120 ‘bespannt’ wird:
die Agfa-Box wird zur Camera Obscura

Der Versuchsaufbau in Form einer Skizze
Wie bereits erwähnt macht es sich besser, wenn außer Haus zwei Stative bzw. eine professionellere Unterlage für die Camera obscura zum Einsatz kommt als nur Bücherstapel, Barhocker oder ähnliche Behelfe.

Das Treffen der Generationen: Agfa-Box und Digitalkamera

Das Fenster zum Hof
Dieses quadratisch beschnittene Testbild entstand, als die Box mit dünnem Packpapier bezogen war. Das grobe Korn ist ein Hinweis auf schlechte Papierqualität.

Testbild: Das Fenster zum Hof

26 May 2009, 12:49am
Digital/-kunst
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FFmpeg: Videodatei-Einzelbilder auslesen

… geht unter Ubuntu so:

1. Lagere den Film in einen eigenen Ordner aus. Vor allem dann, wenn zu erwarten ist, dass die folgende Aktion zigtausend kleine Bilddateien erzeugen wird.

2. Starte das Terminal und wechsle in das Verzeichnis, in welchem die Videodatei gespeichert ist. Etwa so:

cd /home/Benutzerin/Desktop/Zielordner

3. Nun gib eine Befehlszeile wie diese ein …

ffmpeg -i Videoclip.flv -ss 00:02:34 -t 00:00:12 standbild%5d.jpg

… und bestätige sie mit einem Druck auf die Eingabetaste. Ist das Programm bisher noch nicht installiert, wird dir das angezeigt. Eventuell auftretende Fehlermeldungen gilt es zu scrooglen. Normalerweise sollte jedoch alles glatt gehen.

4. Warte ab, bis FFmpeg seine Arbeit getan hat. Je nach Rechenpower und Anzahl der Frames kann sich das länger hinziehen als gedacht.

Die Teile der obigen ‘Befehlskette’ im Einzelnen

( ffmpeg ) Eigentlich selbsterklärend. Ohne diese Buchstabenkombination weiß das Betriebssystem nicht, welches Programm es ausführen soll.

( -i ) Vor dem Start seiner Rechenarbeit zeigt FFmpeg nun Informationen zur Datei namens Videoclip.flv – ein auf Youtube gefundenes Flashvideo – an; Laufzeit, Bildmaße und einige Dinge mehr.

( -ss ) bestimmt – in Stunden, Minuten und Sekunden (hh:mm:ss) – den Zeitpunkt, ab welchem die auszulesende Bildsequenz beginnt. Du kannst sie herausfinden, indem du den Digitalfilm in einem Videoplayer deiner Wahl bis zur gewünschten Stelle vorspulst.

( -t ) bestimmt indirekt die Anzahl der auszulesenden Einzelbilder. Falls du auf diese oder beide Zeitangabe(n) verzichtest, zerlegt FFmpeg das gesamte Video in Standbilder. Dies kostet Zeit, Rechenleistung und Speicherplatz und ist überhaupt eine dumme Entscheidung.

( %5d.jpg ) Es werden Bilder im JPG-Format generiert, die durchgehend fünfstellig nummeriert sind. Je mehr Bilder du erwartest, desto vielstelliger sollte diese Angabe sein. Die Nummerierung beginnt unabhängig von der Startzeit bei Eins; in diesem Beispiel heisst die erste Datei demzufolge standbild00001.jpg.