FFmpeg: Videodatei-Einzelbilder auslesen
… geht unter Ubuntu so:
1. Lagere den Film in einen eigenen Ordner aus. Vor allem dann, wenn zu erwarten ist, dass die folgende Aktion zigtausend kleine Bilddateien erzeugen wird.
2. Starte das Terminal und wechsle in das Verzeichnis, in welchem die Videodatei gespeichert ist. Etwa so:
cd /home/Benutzerin/Desktop/Zielordner
3. Nun gib eine Befehlszeile wie diese ein …
ffmpeg -i Videoclip.flv -ss 00:02:34 -t 00:00:12 standbild%5d.jpg
… und bestätige sie mit einem Druck auf die Eingabetaste. Ist das Programm bisher noch nicht installiert, wird dir das angezeigt. Eventuell auftretende Fehlermeldungen gilt es zu scrooglen. Normalerweise sollte jedoch alles glatt gehen.
4. Warte ab, bis FFmpeg seine Arbeit getan hat. Je nach Rechenpower und Anzahl der Frames kann sich das länger hinziehen als gedacht.
Die Teile der obigen ‘Befehlskette’ im Einzelnen
( ffmpeg ) Eigentlich selbsterklärend. Ohne diese Buchstabenkombination weiß das Betriebssystem nicht, welches Programm es ausführen soll.
( -i ) Vor dem Start seiner Rechenarbeit zeigt FFmpeg nun Informationen zur Datei namens Videoclip.flv – ein auf Youtube gefundenes Flashvideo – an; Laufzeit, Bildmaße und einige Dinge mehr.
( -ss ) bestimmt – in Stunden, Minuten und Sekunden (hh:mm:ss) – den Zeitpunkt, ab welchem die auszulesende Bildsequenz beginnt. Du kannst sie herausfinden, indem du den Digitalfilm in einem Videoplayer deiner Wahl bis zur gewünschten Stelle vorspulst.
( -t ) bestimmt indirekt die Anzahl der auszulesenden Einzelbilder. Falls du auf diese oder beide Zeitangabe(n) verzichtest, zerlegt FFmpeg das gesamte Video in Standbilder. Dies kostet Zeit, Rechenleistung und Speicherplatz und ist überhaupt eine dumme Entscheidung.
( %5d.jpg ) Es werden Bilder im JPG-Format generiert, die durchgehend fünfstellig nummeriert sind. Je mehr Bilder du erwartest, desto vielstelliger sollte diese Angabe sein. Die Nummerierung beginnt unabhängig von der Startzeit bei Eins; in diesem Beispiel heisst die erste Datei demzufolge standbild00001.jpg.
Wenn das Gnome-Panel einfriert
… ist dies nicht gleichbedeutend mit dem Abschmieren deines kompletten Systems. Es ist jetzt nur momentan nicht mehr möglich, mit Mausklicks auf die Taskleiste laufende Programme auszuwählen.

Glücklicherweise ruft der gleichzeitige Druck auf ALT- und Tabulator-Taste ein Menü auf, welches die Icons dieser Programme anzeigt. Mehrmaliges Drücken auf TAB markiert das jeweils nächste Symbol, und lässt du dann auch ALT los, ist das gewünschte Programmfenster geöffnet.
Falls bereits ein Terminal läuft, ist das gut. Du rufst es auf, befiehlst dem System
killall gnome-panel
und harrst der Dinge, die da kommen. Normalerweise verschwinden die verstorbenen Panels und werden kurz darauf von quicklebendigen ersetzt. Falls nicht, wird die Prozedur wiederholt.
Genauso effektiv ist’s, per Tastenkombination ALT+F2 ein kleines Programm namens Run Application zu starten, obige Befehlszeile einzutippen und die Eingabetaste zu betätigen.

Übrigens merken sich beide Programme vergangene Eingaben: im Terminal navigierst du mit der Richtungstaste OBEN durch alte Befehlszeilen, in Run Application zeigt der Richtungspfeil nach UNTEN.

Für eine dieser Möglichkeiten musst du dich jedoch nur entscheiden, solange du noch darauf verzichtest, den Panel-Restart per vorher festgelegter Tastenkombination auszulösen. Dies gelingt dir, indem du Alt+F2 drückst, "gnome-keybinding-properties" eingibst und im sich dann öffnenden Programm ein neues Tastenkürzel anlegst.
Dessen Name sollte sinnvoll sein, die nötige Befehlszeile lautet mal wieder "killall gnome-panel", und als Tastenkombination bietet sich STRG+ALT+P an.

CHDK: Interval-Script-Tuning
Johan Van Barels CHDK-Script namens Interval ist ja vom Prinzip her gar nicht schlecht. Nur störte mich das endlose Getippe, sobald ich dem Script darauf einstellen wollte, meine Powershot A640 zu mehr als zehn Reihenaufnahmen zu bewegen. Gleichzeitig werde ich vermutlich selten von der Möglichkeit Gebrauch machen, zwischen den Einzelbildern mehrere Minuten verstreichen zu lassen.
Lange Sätze, kurze Aussage: Ich habe das Script optimiert; habe in der ursprünglichen Variablenfestlegung …
@param a Number of Pics
@default a 2
@param b Interval (Min)
@default b 0
@param c Interval (Sec)
@default c 10
@param d Initial Delay (Sec)
@default d 1
if a<2 then let a=2
if b<0 then let b=0
if c<0 then let c=0
if d<0 then let d=0
t=b*60000+c*1000
… einige Zeilen ersetzt oder ergänzt:
@param a Number of Pics
@default a 2
@param b Pics * n
@default b 1
@param c Interval (Sec)
@default c 10
@param d Initial Delay (Sec)
@default d 1
if a<2 then let a=2
if b<1 then let b=1
if c<0 then let c=0
if d<0 then let d=0
t=c*1000
a=a*b
Außerdem habe ich weiter unten im Script diese Codezeile gelöscht:
print "Wait",b;"Min",c;"Sec"
Letzteres nicht allein der neu belegten Variable b wegen, sondern auch, weil ich das LCD-Display während einer Reihenaufnahme sowieso abschalte. Außerdem wird jene Zeitspanne angezeigt, welche ich vorher selbst eingestellt habe, und das ist unnötig.
— — —
Nachtrag, einige Stunden später:
Dumm nur, dass sich mein umgemodeltes Script aus einem mir noch unbekannten Grund selbst zerstört. Es funktioniert für einige Zeit, verwandelt sich jedoch in Datenmüll bzw. eine sonderzeichenlastige Nichtscriptdatei mit EXIF-Datenkopf.
Zumindest ist mein erster Feldversuch daran gescheitert. Zuhause funktioniert alles prima und der Fehler tritt nicht auf. Hrmpf.
Und noch etwas: Eben las ich im CHDK-Forum, dass "mit Hilfe der Zoom-Tasten […] der Eingabefaktor bis 10000 erhöht" werden kann. Ist mir bisher nie aufgefallen. Doppel-Hrmpf.